Aktuelles
Opublikowane 24 November 2015

Änderung des polnischen KStG und EStG

Vereinfachung der Vorschriften über nachträgliche Korrekturen von Betriebsausgaben

Zum 01.01.2016 werden die Vorschriften des Art. 15b des Körperschaftsteuergesetzes (KStG-PL) und des Art. 24d des Einkommensteuergesetzes (EStG-PL) aufgehoben. Die jetzt aufgehobenen Vorschriften waren 2013 eingeführt worden. Sie regelten die Pflicht zur Korrektur von Betriebsausgaben aus nicht gezahlten Rechnungen vor. Hat der Steuerpflichtige eine auf ihn ausgestellte Rechnung zu den Betriebsausgaben gezählt, die Rechnung aber nicht gezahlt, musste er die Betriebsausgaben innerhalb bestimmter Fristen korrigieren. Ziel der Vorschriften war die Beschleunigung des Zahlungsverkehrs. Sie haben sich nach einhelliger Auffassung aber in der Praxis nicht bewährt und die Buchführung und das Reporting nur unnötig verkompliziert.

Aktuelle – noch geltende – Rechtslage

Ist die Zahlungsfrist kürzer als 60 Tage und zahlt der Steuerpflichtige nicht innerhalb von 30 Tagen nach Ablauf der Zahlungsfrist, so hat er die Betriebsausgaben um den nicht bezahlten Betrag zu mindern. Beträgt die Zahlungsfrist mehr als 60 Tage, so erfolgt die Minderung der Betriebsausgaben um den nicht gezahlten Betrag mit Ablauf von 90 Tagen ab Einbuchung als Betriebsausgabe.

Rechtslage ab dem 01.01.2016

Nach der neuen Rechtslage wird es auf die vereinbarte Zahlungsfrist nicht ankommen. Die in den Büchern erfassten Ausgaben werden nach allgemeinen Regeln als Betriebsausgaben qualifiziert. Der Gläubiger kann Forderungen, die nachweislich nicht durchsetzbar sind (notwendig ist Glaubhaufmachung), abschreiben.

Für die Umsatzsteuer gilt nach wie vor Folgendes: Ein Schuldner, der nicht innerhalb von 150 Tagen nach Ablauf der Zahlungsfrist zahlt, muss die abgezogene Vorsteuer aus der Rechnung korrigieren (ausgenommen sind Schuldner in der Insolvenz oder in Liquidation). Der Gläubiger hat ein Recht auf Korrektur der Umsatzsteuer.

Den Link zum Änderungsgesetz finden Sie hier.

 

Aktuelles

Neues Insolvenzgesetz in Polen

Am 01.01.2016 tritt das neue polnische Umstrukturierungsgesetz in Kraft. Es handelt sich um eine Novelle des derzeit noch geltenden „Insolvenz- und Sanierungsgesetzes”. Somit wurden die Vorschriften über das Sanierungs- und Vergleichsverfahren aus dem bisherigen Insolvenz- und Sanierungsgesetz in ein gesondertes Gesetz übertragen. Das bisherige Gesetz wird künftig folgerichtig nur noch „Insolvenzgesetz“ heißen. Schuldnerfreundlichere Fristen Außer […]

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EEG: Regierungsentwurf der Referenzpreise für grüne Energie stark in der Kritik

Niedrige und wenig ausdifferenzierte Höchstpreise für 2016 vorgesehen – deutliche Kritik aus der Branche In Ausführung der gesetzlichen Ermächtigung aus dem Gesetz über die erneuerbaren Energiequellen (EEG-PL, „OZE“) hat die polnische Regierung Mitte September den Entwurf der Verordnung zur Festlegung der Referenzpreise für Versteigerungen, die im Jahre 2016 stattfinden sollen, vorgelegt. Ab 2016 sollen neue Anlagen […]

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